Bilder sagen mehr als tausend Worte, das weiß man. Doch bewegte Bilder sagen mehr und sie sagen es auf eine anschaulichere und leichter begreifbare Weise. Durch Plattformen wie YouTube haben Videos im Internet in den vergangenen 12 Jahren eine große Bedeutung bekommen und sind schlicht und einfach nicht mehr wegzudenken. Doch wo ist der Unterschied zwischen klassischer TV Werbung und Werbevideos im Internet und warum kann man nicht einfach sein Produkt mit selbstgeschossenen iPhone Fotos bewerben, statt Unsummen für die Produktion von Werbe – und Produktvideos auszugeben?

Hatte man früher beim abendlichen Fernsehgucken das Gefühl nicht vor der Werbung entkommen zu können und sich so schon im Vorfeld vom beworbenen Produkt genervt gefühlt hat, so kann man sich heute im Internet auf eigene Faust aussuchen, welche Werbung einem vorgesetzt wird. Wenn man sich für ein Produkt interessiert, hat man die Wahl ob man sich dazu offizielle Werbevideos oder unabhängige Reviews anschaut.

Kunden eines Online-Shops packen 144% mal häufiger ein Produkt in ihren virtuellen Einkaufswagen, zu dem Sie vorher ein Video im Internet gesehen haben als Kunden, die keins sahen. Kunden verbringen durchschnittlich 9% mehr Zeit auf einer Firmenhomepage, die ein Video enthält. Firmen können neue Kampagnen mithilfe von Videos unterstützen und ein vielleicht eher unspektakuläres Produkt anschaulich und interessant präsentieren und so auch leichter erklären, als in einem umständlich formulierten Infotext.

Werbung im Internet ist heutzutage für fast jeden einfach – und doch gleichzeitig schwierig, denn es gibt viele Wege es falsch zu machen und einen Schuss in den Ofen zu riskieren. Warum sollte beispielsweise ein Start Up Unternehmen, welches einen wetterfesten Rucksack mit Stromanschluss erfunden hat, eine Werbeagentur beauftragen ein repräsentatives Produktvideo zu drehen, wenn doch jeder in der Firma ein Smartphone hat, welches mit 16 Megapixeln, Blitz und 4K Videoaufnahmefunktion ausgestattet ist? Ganz einfach: Weil man sofort sieht ob Werbung professionell oder unprofessionell ist.

Wir sind alle mit Werbung aufgewachsen und das, was wir als Normalverbraucher als Standard ansehen, ist für die Leute, die diese Werbung produzieren, das Ergebnis jahrelanger Erfahrung, Aneignung von Fähigkeiten und Know How. Funktionierende Konzepte müssen erstellt, die Produktion muss geplant und Fachleute aus mehreren Bereichen der Mediengestaltung müssen engagiert werden. Und erst dann steht am Ende ein Video, bei dem der Verbraucher sagen wird: „Ja das ist interessant.“ Und im besten Fall hat man dann ein Video, dass sogar besser ist, als das war wir als Standard betrachten würden.

Natürlich, kann es sympathisch wirken, wenn ein Chef sein Handy in die Hand nimmt und Bilder auf die Facebookseite der Firma postet und somit Transparenz für potentielle Kunden hereinbringt. Aber diese Art der Werbung sollte niemals in Betracht gezogen werden, wenn es wirklich um das Eingemachte geht. Wenn man ein Produkt an den Mann bringen möchte, ist das ganze „Drumherum“ fast genau so wichtig wie das Produkt selbst, also sollte man hier keinesfalls geizen.